CIVITAS Connect

Eine Daten-Plattform für die Stadt von morgen

Screenshot der Civitas-Core-Plattform mit Datensatz-Übersicht und integriertem UML-Diagramm-Editor zur Modellierung von Datenstrukturen.

UX-Design für die Datenplattform der Städte

Ein Fluss hält sich an keine Verwaltungsgrenze, seine Pegeldaten schon. Jeder Bezirk misst aber nur die eigenen Abschnitte eines Flusses. Städte sammeln also täglich Berge an Daten, die dann im Handumdrehen in den Silos ihrer eigenen Systeme versickern.

Für CIVITAS Connect entwickelten wir eine Open-Source-Plattform mit, die genau diese Daten ordnet, öffnet und nutzbar macht. Als Designteam in einem hochtechnischen Umfeld bauten wir die Brücke zwischen komplexer Architektur und den Menschen, die sie täglich bedienen. Das Ergebnis: eine funktionierende Beta, die den Weg zur Smart City ebnet und für uns erst der Anfang ist.

Client

CIVITAS Connect

Branche

Öffentlicher Sektor & Bildung

Time Frame

1,2 Jahre · 01.09.2025 – heute

Team

Jannis Riethmüller, Anna Clark

Tools

Figma, Gitlab, Cloud Code

Die Highlights

6 Monate

vom Start in mehreren Sprints zur veröffentlichten Beta

80/20-Regel

80 % im Sprint, die restlichen 20% im Kopf mitgedacht

50 h

User-Testing und wöchentliches Community-Feedback

Komplexe Stadtdaten im Scrum-Takt bändigen

Das Projekt begann mit einer Mammut-Aufgabe: Geodaten und IoT-Informationen aus dutzenden Quellen suchten ein gemeinsames Zuhause. Das Ziel: ein völlig neuer Datenstandard für Kommunen. Die Komplexität sprengte jeden gewohnten Rahmen und es prallten Welten aufeinander. 24 Entwickler:innen verlangten nach visueller wie logischer Richtung. Als Designer:innen holten wir die Nutzerperspektive mit an den Tisch, wo bisher vor allem Code das Wort hatte.

 

UX-Prozess-Board für Civitas Core mit User-Group-Modell, Rollen-Berechtigungsmatrix, Data-Source-Flows und Pipeline-Diagrammen als strukturierte Whiteboard-Übersicht.

UX-Konzept: Rollen, Berechtigungen und Datenflüsse im Whiteboard-Design

80 Prozent liefern, 20 Prozent mitdenken

Wir krempelten unsere Arbeitsweise um. Statt im klassischen Designflow zu arbeiten, zerlegten wir unsere Design-Aufgaben in granulare GitLab-Tickets – im exakt selben Sprint-Takt wie die Entwicklung. Dafür mussten wir anfangs kräftig mit dem eigenen Perfektionsanspruch ringen.

Unser Schlüssel war die 80/20-Regel: Wir übergaben Designentscheidungen, zu 80 Prozent durchdacht, an das Entwicklerteam, um das hohe Tempo zu halten und Stillstand zu vermeiden. Die restlichen 20 Prozent dachten wir im Hinterkopf aber trotzdem heimlich mit.

So verbaute keine schnelle Entscheidung den Weg für spätere Features. In Figma entstanden User Journeys, Wireframes und das UI-Design. Gleichzeitig sprachen wir jede Woche mit einer echten User-Community. Ihre Rückmeldungen flossen direkt in die Sprints ein.

Mehrere Screenshots der Civitas-Core-Plattform zeigen den Pipeline-Editor mit Flow-Nodes, die Versionsverwaltung von Datenstrukturen und die Datensatz-Übersicht mit Statusanzeige.

Pipeline Editor, Datenstrukturen und Datensätze: Civitas Core im Überblick

„In einem so komplexen Umfeld lernt man schnell: Nichts ist sofort perfekt. Wir übernahmen die 80-Prozent-Regel, um im Sprint-Tempo der Entwickler:innen zu bleiben. Das Geheimnis lag darin, für die fehlenden 20 Prozent schon Ideen im Hinterkopf zu haben.“
—Sarah-Sophie Heissner, UX Designerin

Eine testbare Beta – und Dokumentation, die jeder versteht

Nach sechs intensiven Monaten stand der erste Meilenstein: eine voll funktionsfähige Beta. Wir lieferten ein durchdachtes Interface und verankerten die Nutzerperspektive in den Köpfen des gesamten Teams. Von den komplexen User Journeys über die Wireframes bis zum finalen Interface stammt das gesamte UX- und UI-Fundament von uns.

Aus abstrakten Datenbergen wurde ein greifbares Werkzeug für den öffentlichen Sektor. Jetzt bündelt die neue Plattform Hochwasserdaten der Fulda so selbstverständlich wie die Auslastung lokaler Parkplätze. Und weil die Community kontinuierlich mitbaut, wächst die Software weiter mit uns mittendrin.

überraschung! es gibt noch mehr.

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