Der On-Demand-Service BVG Muva stand vor dem politischen Aus. Budget für PR? Null. Unsere Mission: Den Senat davon überzeugen, dass der Muva kein Luxus ist, sondern ein Muss – besonders für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Dafür traten wir mit über 50 Inklusions-Organisationen in den Dialog, vom Sportclub bis zur Werkstatt. Das Ergebnis: Acht Events in drei Monaten, ein signifikanter Anstieg der BVG Muva-Fahrten durch Rollstuhlnutzende und ein Weckruf, der bis in den Senat hallte.
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Nutzer:innen / Monat
Organisationen
in 3 Monaten umgesetzt
Der BVG Muva, ein inklusiver On-Demand-Bus-Service, stand politisch auf der Kippe. Unsere Aufgabe war klar – wir brauchten Sichtbarkeit, Unterschriften für die Petition zum Erhalt des Services und vor allem: die richtigen Nutzer:innen. Bisher nutzten oft Familien den Dienst, doch der Service war besonders für mobilitätseingeschränkte Menschen konzipiert.
Der Haken: Startschuss im Juli – halb Berlin lag am Badesee. Ein internes Event-Team beim Kunden? Fehlanzeige. Also haben wir die komplette Organisation übernommen, mit unseren Ansprechpartner:innen auf Kundenseite, die trotz Urlaubszeit alles möglich gemacht haben, was in ihrer Macht stand.
Digitale Reichweite mit echtem Impact: Die Online-Petition für den BVG Muva mobilisiert fast 8.000 Unterstützer:innen.
Unsere Strategie bestand aus zwei Phasen: Präsenz und Protest.
Präsenz: Wir dockten an bestehende Events und Orte an – vom Tennis Open bis zum Seniorenheim. Wir vernetzten Partner wie Alba Berlin mit der Stadthilfe und schufen so ganz neue Synergien.
Protest: Nach den Events starteten wir einen gezielten Outreach an über 50 Organisationen in und um Berlin. Wir baten nicht nur um Unterschriften, sondern forderten dazu auf, die Bezirksverordnetenversammlungen direkt zu kontaktieren. Wir machten die Community zur Lobby – und verwandelten lose Kontakte in eine geschlossene Front für den Erhalt des BVG Muva. Denn wenn finanzielle Mittel fehlen, ist Netzwerken Gold wert.
Beste Stimmung auf dem Sommerfest des STARThilfe e.V. 2025: Franziska aus unserem jut-so Team zusammen mit BVG Muva-Fahrer Witali und Sommerfestbesucher:innen. Ein toller Tag voller schöner Begegnungen!
„Es ist beeindruckend zu sehen, was passiert, wenn man Menschen zusammenbringt. Wir hatten keine gebrandeten Geschenke, aber dafür eine gemeinsame Vision. Dass über 50 Organisationen unserem Aufruf folgten und sich für den BVG Muva stark machten, zeigt: Echte Verbindung ist unbezahlbar.“—Franziska Wamsler (Project Manager, Marketing Manager)
Der Plan ging auf. Aus Zielgruppen wurden Mitfahrer:innen. Mehr und mehr Menschen mit Rollstuhl nutzten den BVG Muva. Besonders beeindruckend war die Hilfsbereitschaft der Inklusions-Organisationen: Auf unseren Outreach reagierten Schwergewichte wie die nbw Werkstätten, Mosaik Berlin und die Lebenshilfe sofort mit proaktiver Unterstützung.
Wir organisierten und veranstalteten acht Inklusions-Events, sowohl alleine als auch mit Partnern. Wir machten so viel Lärm für die gute Sache, dass am Gropius Bau sogar die Polizei anrückte – ein besseres Zeichen für Sichtbarkeit gab es kaum.
Unterm Strich standen ein Anstieg der Muva-Nutzung auf 24.000 Nutzende pro Monat, eine neue Inklusions-Allianz aus über 50 Organisationen und stolze acht Events in nur drei Monaten – und das alles mit einem PR-Budget von 0 €. Ein voller Erfolg.
Und du dachtest schon, das war’s, oder?
BVG Muva Events & Community-Aktivierung
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